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Le Corbusier
Charles Édouard Jeanneret (Le Corbusier) - Erfinder des Eisenbeton-Skelett-System "Domino".
Charles Édouard Jeanneret (* 6. Oktober 1887 in La Chaux-de-Fonds, Schweiz) bekannt als Le Corbusier, war Architekt, Urbanist, Künstler und Designer. Le Corbusier zählt zu den bedeutungsreichsten Architekten des zwanzigsten Jahrhunderts.
Jeanneret begann seine berufliche Laufbahn als Graveur, Maler und Goldschmied, erst danach besuchte er die Kunsthochschule für Architektur in La Chaux-de-Fonds. Nach ausgedehnten Studienreisen durch Europa entwickelte er 1914 das Eisenbeton-Skelett-System "Domino" für mehrgeschossige Bauten.
1920 gründete er zusammen mit dem Dichter Paul Dermée die Zeitschrift "L'Esprit Nouveau", in der er seine Konzeptionen einer modernen Architektur der Öffentlichkeit unterbreitet. Hier signiert er zum ersten Mal Artikel mit dem Pseudonym Le Corbusier. In diesem Jahr veröffentlicht er auch sein "Manifest des Purismus". Demnach ist das künstlerische Werk durch den Umgang mit elementaren, geometrischen Formen bestimmt.
2 Jahre später publizierte Le Corbusier "eine zeitgenössische Stadt für drei Millionen Einwohner" - das Prinzip der "Strahlenden Stadt". Basis bildete die Trennung von Auto- und Fußgängerverkehr sowie die Bebauung in Form von Großwohneinheiten in die Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen integriert werden. Geometrische Grundformen bilden ein wesentliches Element dieser Entwicklung. Das Projekt wird weltweit kontrovers diskutiert.
In seinem Buch "Vers une Architecture" (1923) definiert Le Corbusier die Architektur als "kluges, korrektes und herrliches Spiel vereinter Körper im Licht". Er vereinigt in seinen Bauten die Gestaltungsweise des Funktionalismus mit prognostischem Denken, ohne die Architektur als Kunst zu vernachlässigen.
Ab 1929 errichtete er weltweit bedeutende Großbauten in Stahlbeton wie das Nachtasyl der Heilsarmee, Paris, ein Wohnhaus in der Weißenhofsiedlung, Stuttgart oder das Schweizerische Haus der Cité universitaire, Paris - eine Schlüsselfigur beim Bauen mit Beton. Der Architekt verzichtet erstmals auf den alles überdeckenden Überzug und lässt den Stahlbeton vollkommend unbehandelt, so dass selbst die Schalungsstruktur sichtbar bleibt.
1929 stellte er im Herbstsalon zusammen mit seinem Vetter Pierre Jeanneret und der Designerin Charlotte Perriand entworfene Designermöbel aus. Diese Möbel werden bis heute hergestellt und unter der Bezeichnung LC1 - LC7 vertrieben.
Nach dem 2. Weltkrieg weisen seine Bauten zunehmend skulpturale Formen auf. Beste Beispiele sind Regierungsgebäuse in Chandigarh, Indien (1961), die Unité dhabitation, Marseilles (1952), die Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut, Ronchamps (1955), oder der Bau des Carpenter Center for Visual Arts der Harvard University (1962).
Ebenso wichtig wie Grundriss und Form, war für Le Corbusier die Farbgestaltung seiner Bauten und Designs. Seine strategische Farbenlehre fokussiert sich auf wenige erlesene Farbtöne und deren ästhetisch hochstehende Ableitungen - die Polychromie LeCorbousier ( http://www.lescouleurs.ch/le-corbusier/polychromie-le-corbusier-farben-le-corbusier-polychromie ).
Le Corbusier erlitt einen Herzschlag am 27. August 1965 und ertrank beim Baden in Cap-Martin , bei Nizza.
Nachtasyl, Paris / Weißenhofsiedlung, Stuttgart / Schweizer Haus, Paris
Paris Stuttgart Paris
Designermöbel LC1 - LC7
LC1 LC4 LC2
Bauten mit skulpturartigen Formen
Chandigarh Ronchamp Ronchamp
Seine einziges Projekt in den USA, Harvard University
Harvard Harvard Harvard
Unité dhabitation, Marseille
Marseille Marseille Marseille
Villa Savoy, in der Nähe von Paris
Paris Paris Paris
Wohnhaus, Berlin / Centre Le Corbusier, Zürich / Kloster Sainte-Marie de la Tourette, Lyon
Berlin Zürich Lyon
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