t  h  o  m  a  s    nitsch
Gehry
Frank Owen Gehry - Meister der dekonstuktivistischen Architektur und Pritzker Preisträger.
Frank Owen Gehry wurde am 28.Februar 1929 in Toronto, Kanada, als Ephraim Owen Goldberg, Enkel von jüdischen Immigranten aus Polen geboren. 1947 wanderte er mit seiner Familie nach Los Angeles aus, wo sein Vater den Familiennamen 1954 in Gehry ("weniger jüdisch") umwandelte, aus Ephraim wurde Frank. 1954 schloss er sein Architekturstudium an der Universität von Southern California ab.
Für seine "dekonstruktivistische Architektur (Struktur und Form von Bauwerken wird simultan einer Destruktion und einer erneuten Konstruktion unterzogen) wurde er 1989 mit dem Pritzker-Preis (zu vergleichen mit dem Nobelpreis in den Natur- und Geisteswissenschaften) ausgezeichnet. Als Ursprung dieser architektonischen Stilrichtung, die den Anspruch als Ablösung der Postmoderne erhebt, gilt Gehry´s eigenes Wohnhaus in Santa Monica. Er hatte ein bestehendes Gebäude auseinandergebrochen und mit Wellblechtafeln, Drahtgitter und Holzplatten umhüllt. Zwar löste er einen Skandal bei den Nachbarn aus, bekam dafür aber gute Kritik und begann mehr und mehr, Dekonstruktivismus in seine kommerzielle Arbeit einzubringen. 1980 wurde das Gebäude durch das "American Institute of Architects" ausgezeichnet.
Zu Anfang seiner Karriere baute er konventionell. Erst gegen Ende der 1970er Jahre veränderte er seine architektonische Formensprache, indem er begann, vermeintlich "ärmliche" Materialien wie Sperrholz, Wellblech und im Möbelbau sogar Wellpappe einzusetzen.
Charakteristisch für Gehrys Baustil sind seitdem abgewinkelte Ebenen, kippende Räume, umge-kehrte Formen und eine gebrochene Geometrie. Seine Bauten haben einen collagenhaft aufge-bauten Charakter, indem auseinanderstrebende Bauelemente verknüpft werden, die ein Ineinan-derfließen der Räume realisieren sollen. Bei einem seiner früheren Werke, dem Schnabel-Haus in Los Angeles, hat Frank Gehry aus jedem Zimmer einen neuen Raum, einen neuen Gebäudekörper geschaffen. Ebenso konzipierte er zahlreiche Inneneinrichtungen und Möbelentwürfe.
Genug der Worte, Bilder in Chronologischer Schaffensfolge!
Gehry´s Wohnhaus in Santa Monica (1978) / Schnabelhaus in Los Angeles (1989) / Vitra in Weil am Rhein (1989)
Santa Monica Los Angeles Weil am Rhein
Möbel aus "ärmlichen Materialien" (1970igern)
Wiggle Chair Red Beaver Side Chair
Barcelona (1992) / Weisman Museum in Minnesota (1993) / Tanzendes Haus in Prag (1996)
Barcelona Minnesota Prag
Guggenheim Museum in Bilbao (1997) / Medienhafen in Düsseldorf (1999) / DZ Bank in Berlin (2001)
Bilbao Düsseldorf Berlin
Hannover Tower (2001) / Disney Concert Hall in Paris (2003) / MIT Stata Center (2004) in Massachusetts
Marseille Marseille Marseille
Marta building in Herford (2005) / Hotel Marques de Riscal in Riocha, Spanien (2006) / IAC buliding in NYC (2007)
Herford Spain NYC
Lou Ruvo Brain Helath Center in Las Vegas (2010)
Las Vegas Las Vegas Las Vegas
Gehry Gebäuse in Basel (2011) / Beekham Tower in New York City (2011)
Basel NYC NYC
Gehry Kunst
back
ThomasNitsch@me.com
Email: