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Jawlensky
Alexej von Jawlensky - der Expressionist unserer Moderne.
Alexej von Jawlensky, geboren am 13. März 1865 in Torschok / Russland lebte mit seinen Eltern und seinen 5 Geschwistern in der Nähe von Moskau und St. Petersburg. 1882 sah der damals 16 Jährige auf einer internationalen Ausstellung zum ersten mal Gemälde und entdeckte seine Liebe zur Malerei.
Nach zeichnerischen Versuchen als Autodidakt lernte er in der Russische Kunstakademie St. Petersburg und erhielt zusätzlichen Unterricht durch die vermögende Baronin Marianne von Werefkin, mit der er 1896 zusammen nach München zog. Werefkin stellte auch den Kontakt zur MalSchule Anton Azbe in München her, dort lernte Jawlensky auch Wassily Kandinsky kennen.
Azbe hatte einen vorzüglichen Sinn für Farben und das Zusammenspiel von Licht und Schatten. In der weiteren Entwicklung von Alexej spielt dieser Einfluss eine große Rolle in seinen Werken. Nachdem er unterschiedliche Einflüsse (Münchner Realismus / van Gogh / Reisen durch Frankreich) überwunden hatte entwickelte er um 1908, in der Farbgebung geprägt durch Azbe, Kandinsky und versch. französischen Malern, seinen eigenen, expressiven Stil.
In den weiteren Jahren lassen sich in Jawlensky´s Bilder auch vermehrt japanische Einflüsse erkennen. Sie stammen zumeist aus seiner Sammlung japanischer Holzschnitte. Daraus schöpfte, er wie kein anderer europäische Maler die japanische Meisterschaft, Charaktere zu erfassen und Gemütszustände ins Bild zu setzen. Aus dieser Schaffenszeit stammt mein absolutes Lieblingsbild - der Tänzer Alexander Sacharoff. Meine Ausstellung hier ist beschränkt auf diese Epoche.
1909 gründete er gemeinsam mit Wassily Kandinsky, Adolf Erbslöh, Gabriele Münter, Marianne von Werefkin und anderen die Neue Künstlervereinigung München, einer Vorgängerin des Blauen Reiters, dem Jawlensky sehr nahe stand
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges endet diese schöpferische Phase. Im Exil in der Schweiz malt er als einer der ersten Künstler Serien von Bildern. Die erste dieser Serien nannte er "Variationen". Von ihnen malte er in den Jahren 1914 bis 1921 mehrere hundert Stück. Dabei variierte Jawlensky immer ein und die selbe Landschaft durch unterschiedliche Farbkombinationen und Blickwinkel. Weitere Serien entstanden, "Mystische Köpfe", "Heiligengesichter" und "Abstrakte Köpfe".
Alexej von Jawlensky trennte sich 1919 von Werefkin und lebte fortan in Wiesbaden. 1924 gründete er zusammen mit Wassily Kandinsky, Paul Klee und Lyonel Feininger die Künstlergruppe "Die Blauen Vier", die in Deutschland und vor allem in den USA ausstellte. Sein Spätwerk zeichnet sich durch die Konzentration auf einfache und kraftvolle Formen aus. Ab 1934 malte er zunehmend bis zur Abstraktion reduzierte Gesichter, die Jawlensky selbst Meditationen nannte. Der zum Teil grobe Farbauftrag bei diesen Werken ist die Folge seiner schweren Arthritis Erkrankung, die ihn schließlich 1939 endgültig zur Aufgabe der Malerei zwang. Die Konzentration auf das Gesicht als Ausdruck einer verinnerlichten Empfindung machte die besondere Bedeutung Jawlenskys für die Kunst des 20. Jahrhunderts aus. Am 15. März 1941 starb Jawlensky in Wiesbaden.
Der Tänzer Sacharoff - 1909
Sacharoff
       Expressionismus, farbig und charakterstark
Die weisse Feder Kopf in braunrot Schokko mit rotem Hut
         Jawlensky´s im Selbsportrait, die Ehre seines Schaffens ausgedrückt in einer Briefmarke
Selbstportrait Jawlensky Briefmarke
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